Kaffeesektor in Westkenia erlebt wirtschaftliche Renaissance

Im Westen Kenias gewinnt der Kaffeeanbau neue wirtschaftliche Bedeutung: Die Nationale Lenkungskommission zur Revitalisierung des Kaffeesektors hat die Zusammenarbeit mit sechs westlichen Counties verstärkt, um die Produktion zu steigern und die Verarbeitung lokal zu verankern. Ziel ist es, die Einkommen von Kaffeebauern nachhaltig zu erhöhen und Kenias Position als Qualitätskaffee-Exporteur zu festigen.

Die betroffenen Counties – darunter Bungoma, Kakamega und Trans Nzoia – arbeiten nun gemeinsam an Strategien zur Modernisierung der Kaffeewirtschaft. Dazu gehören die Einführung ertragreicherer Sorten, die Verbesserung der Bewässerungssysteme sowie die Stärkung von Genossenschaften. Besonderes Augenmerk liegt auf der lokalen Wertschöpfung, also der Verarbeitung von Rohkaffee innerhalb der Region, um mehr Gewinn in den ländlichen Gemeinden zu halten.

Der Kaffeesektor war in den letzten Jahrzehnten durch sinkende Erträge, Preisschwankungen und mangelnde Infrastruktur geprägt. Mit den neuen Maßnahmen soll nun eine Trendwende gelingen. Experten sehen in der regionalen Koordination einen entscheidenden Schritt, um strukturelle Schwächen zu überwinden und kleine Produzenten stärker in die Wertschöpfungskette einzubinden. Die Initiative wird auch als Modell für andere Agrarsektoren diskutiert, die unter vergleichbaren Herausforderungen leiden.

Quellen: AllAfrica – Kenya