Die rivalisierenden politischen Lager in Libyen haben bei jüngsten Gesprächen eine wegweisende Vereinbarung getroffen: Innerhalb der nächsten zwei Jahre sollen landesweite Wahlen stattfinden, um den Weg für eine politische Vereinigung des langjährig zersplitterten Landes zu ebnen. Die Einigung, die am Sonntag bekannt gegeben wurde, markiert einen möglichen Durchbruch in dem seit dem Sturz von Muammar al-Gaddafi 2011 andauernden Konflikt.
Die beiden Hauptakteure – die im Westen ansässige Einheitsregierung mit Sitz in Tripolis und die im Osten dominierte Regierung, die von dem mächtigen Militärkommandeur Chalifa Haftar unterstützt wird – haben sich nach monatelangen Spannungen auf einen Zeitplan für Wahlen geeinigt. Beobachter hoffen, dass dieser Schritt die Grundlage für eine dauerhafte Stabilisierung des nordafrikanischen Landes schaffen könnte.
Die Vereinten Nationen begrüßten die Ankündigung und bezeichneten sie als „wichtigen Schritt in die richtige Richtung“. Allerdings mahnen Experten zur Vorsicht: Bisherige Vereinbarungen zur Durchführung von Wahlen in Libyen scheiterten regelmäßig an mangelndem politischem Konsens, unklaren rechtlichen Rahmenbedingungen und der Einflussnahme bewaffneter Gruppen. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu prüfen, ob die aktuelle Einigung nachhaltig ist.
Quellen: Africanews EN