Mangelernährung betrifft 80 Prozent der minderjährigen Mosambikaner

Laut Angaben des mosambikanischen Gesundheitsministers Ussene Isse leidet rund 80 Prozent der minderjährigen Bevölkerung des Landes unter einer unausgewogenen Ernährung. Diese mangelnde Ernährungsdiversität begünstigt laut Isse schwerwiegende Mikronährstoffmängel und erhöht das Risiko von Unterernährung, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen in ländlichen und wirtschaftlich benachteiligten Regionen.

Der Minister wies darauf hin, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung auf eine stark stärkebasierte Ernährung angewiesen sei, die vor allem auf Mais, Maniok und Reis basiert. Fehlende Zugänglichkeit zu eiweißreichen Lebensmitteln, Obst und Gemüse trage zu einer unzureichenden Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen bei. Besonders betroffen seien schwangere Frauen, Säuglinge und Schulkinder, bei denen langfristige Entwicklungsprobleme die Folge sein können.

Die Regierung arbeite an Strategien zur Verbesserung der Ernährungssicherheit, darunter Aufklärungskampagnen und die Integration von Ernährungsprogrammen in das öffentliche Gesundheitssystem. Dennoch bleibt die Umsetzung in abgelegenen Gebieten eine Herausforderung aufgrund begrenzter Infrastruktur und Ressourcen.

Quellen: AllAfrica – Southern Africa