Namibia: Forderungen nach Verbesserung der Rechte von Untersuchungshäftlingen

Menschenrechtsexperten in Namibia haben verstärkte Maßnahmen zur Wahrung der Menschenwürde und der rechtlichen Rechte von Untersuchungshäftlingen gefordert. Insbesondere für besonders verletzliche Gruppen wie Minderjährige, Schwangere und psychisch Kranke müsse sichergestellt werden, dass sie nicht diskriminiert oder unter menschenunwürdigen Bedingungen festgehalten werden.

Die Kritik richtet sich gegen bestehende strukturelle Probleme im namibischen Justizvollzugssystem, wo überfüllte Haftanstalten und mangelnde medizinische Versorgung weiterhin eine Herausforderung darstellen. Die Experten betonen, dass die Einhaltung internationaler Standards für die Behandlung von Inhaftierten nicht nur eine rechtliche Verpflichtung sei, sondern auch entscheidend für das Vertrauen in die Rechtsstaatlichkeit des Landes.

Der Aufruf wurde von mehreren namibischen Menschenrechtsorganisationen unterstützt, die seit Jahren auf Missstände im Strafvollzug hinweisen. Sie fordern konkrete Reformen, darunter bessere Überwachung der Haftbedingungen, Zugang zu Anwälten und unabhängige Inspektionen von Gefängnissen. Die Regierung wird aufgefordert, den Empfehlungen des Ombudsmanns sowie internationalen Gremien wie dem UN-Ausschuss gegen Folter nachzukommen.

Quellen: Namibian