Ruanda überarbeitet Sexualerziehung an Schulen

Die ruandische Bildungsbehörde hat eine umfassende Überarbeitung des Curriculums zur Sexualerziehung an Schulen eingeleitet. Wie aktuelle Berichte zeigen, soll die bestehende umfassende Sexualerziehung (Comprehensive Sexuality Education, CSE) künftig altersgerechter, inklusiver und wirksamer gestaltet werden. Hintergrund ist die anhaltend hohe Zahl von Schwangerschaften unter Jugendlichen, die als besorgniserregend gilt.

Entwickler des Lehrplans arbeiten daran, Inhalte stärker an die Entwicklungsstufen der Schüler anzupassen und Themen wie reproduktive Gesundheit, Geschlechtergleichstellung und Prävention von Geschlechtergewalt praxisnäher zu vermitteln. Besonderes Augenmerk liegt darauf, auch marginalisierte Gruppen und Schüler mit Behinderungen einzubeziehen.

Die Reform wird in enger Abstimmung mit Gesundheitsbehörden, Pädagogen und zivilgesellschaftlichen Organisationen durchgeführt. Experten betonen, dass eine fundierte Sexualerziehung nicht nur gesundheitliche, sondern auch soziale und wirtschaftliche Vorteile habe, etwa durch höhere Schulabschlussraten und bessere Lebensplanung.

Quellen: AllAfrica – Central Africa