Simbabwes Präsident ernannt zehn neue Senatoren – Unternehmer Tagwirei berufen

Simbabwes Präsident Emmerson Mnangagwa hat zehn neue Senatoren ernannt, darunter den prominenten Geschäftsmann Kudakwashe Tagwirei. Die Ernennung wurde am 19. August 2026 bekanntgegeben und erfolgt im Kontext der jüngst verabschiedeten Verfassungsänderung, die es Mnangagwa ermöglicht, eine dritte Amtszeit anzustreben. Tagwirei, der in der Vergangenheit mit staatlichen Aufträgen und wirtschaftlichen Engagements in strategischen Sektoren verbunden war, kehrt damit in höchste politische Kreise zurück.

Die Ernennung der Senatoren erfolgte per Präsidialdekret und unterstreicht die wachsende Machtkonzentration um Mnangagwa. Die umstrittene Verfassungsänderung – Constitutional Amendment Act 3 (CAA3) – hatte regionale und internationale Kritik ausgelöst, wird jedoch von der südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC) als rechtlich legitim eingestuft. SADC erklärte, alle Verfahren seien eingehalten worden, und zeigte sich nicht besorgt über die Entwicklung.

Die neuen Senatoren werden voraussichtlich eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung der Regierungspolitik im Parlament spielen. Beobachter sehen in der Ernennung auch ein Signal an die Wirtschaftslobby, da mit Tagwirei ein Unternehmer mit engen Verbindungen zum Staatsapparat in das Parlament einzieht. Die Opposition kritisiert die Maßnahme als weiteren Schritt in Richtung institutioneller Kontrolle durch die Regierungspartei ZANU-PF.

Quellen: AllAfrica – Southern Africa