Sudan-Krieg: UN warnt vor eskalierender humanitärer Krise im vierten Jahr

Der Bürgerkrieg im Sudan nähert sich dem Ende seines dritten Jahres, doch statt Entspannung zeichnet sich eine weitere Eskalation ab. Laut UN-Angaben sind in den vergangenen drei Monaten Hunderte Zivilisten durch Drohnenangriffe getötet worden. Besonders betroffen ist die Region Darfur, wo eine medizinische Hilfsorganisation zwei weitere Todesfälle bestätigte.

Humanitäre Katastrophe ohne Ende

UN-Beamte schlagen Alarm angesichts der sich ständig verschlechternden humanitären Bedingungen. Millionen Menschen sind auf der Flucht, tausende wurden bereits getötet. Die internationale Gemeinschaft schenkt der Krise jedoch immer weniger Aufmerksamkeit, seit sich der Fokus auf den Nahost-Konflikt verlagert hat.

Experten fordern dringend einen Waffenstillstand und einen neuen politischen Weg für das Land. Weder die sudanesischen Streitkräfte (SAF) noch die paramilitärische Rapid Support Forces (RSF) könnten alleine die Zukunft des Sudans gestalten, betonen Analysten. Es brauche eine breite Beteiligung aller politischen Akteure und der sudanesischen Bevölkerung.

Quellen: Al Jazeera English, Africanews EN