Tansania bestreitet Einmischung in Präsidentschaftswahl in Sambia

Die Regierung von Tansania hat klarstellend Stellung zu Vorwürfen genommen, wonach das Land in die kürzlich abgehaltene Präsidentschaftswahl in Sambia eingegriffen haben soll. Hintergrund sind Äußerungen des sambischen Kandidaten Brian Mundubile, der nach der Wahl vom vergangenen Donnerstag behauptet hatte, Tansania habe versucht, den politischen Prozess im südlichen Nachbarland zu beeinflussen.

Aus dem Außenministerium in Dar es Salaam hieß es dazu, dass solche Unterstellungen unbegründet und irreführend seien. Man respektiere die Souveränität aller afrikanischen Staaten und lehne jede Form der Einmischung in innere Angelegenheiten anderer Länder entschieden ab. Die offizielle Erklärung wurde am Sonntag veröffentlicht und betonte die langjährige freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen Tansania und Sambia auf regionaler Ebene.

Mundubile, der bei der Wahl nicht erfolgreich war, hatte seine Aussagen offenbar im Kontext einer emotional aufgeladenen Nachwahldebatte getätigt. Beobachter vermuten, dass diese Art von Anschuldigungen gelegentlich als strategisches Mittel eingesetzt wird, um Aufmerksamkeit zu generieren oder politische Spannungen zu schüren – auch wenn konkrete Beweise fehlen. Die tansanische Regierung hat jedoch darauf verwiesen, dass die regionale Stabilität in Ost- und Südostafrika nur durch Dialog und Respekt vor demokratischen Prozessen gewahrt werden könne.

Quellen: Daily News