Kelsea Tafirenyika, Schwiegertochter von Simbabwes Präsident Emmerson Mnangagwa, hat schwere Vorwürfe gegen die Polizei erhoben. Während einer Haftprüfung am Harare Magistrates Court am Mittwoch behauptete sie, die Ermittlungsbehörden würden ihren Fall bewusst sensationell aufbauschen, um den Ruf der First Family zu schädigen. Tafirenyika steht unter Anklage wegen Drogenhandels, Geldwäsche und Urkundenfälschung.
Die 34-jährige Gesellschaftsdame bestreitet die ihr vorgeworfenen Taten in vollem Umfang. Insbesondere weist sie Behauptungen zurück, sie sei mit einem Immobilienvermögen im Wert von 20 Millionen US-Dollar verknüpft. Auch die Angabe, sie habe 9,36 Millionen US-Dollar gewaschen, nannte sie „absurd“ und „politisch motiviert“. Ihrer Ansicht nach werde die Polizei instrumentalisiert, um die Familie des Präsidenten zu schwächen.
Die Anklage beruht auf Ermittlungen, die unter anderem Geldtransfers, Luxusimmobilienkäufe und mutmaßliche Drogenlieferungen ins Ausland umfassen. Tafirenyika wurde letzte Woche verhaftet, nachdem Behörden eine Reihe von Wohnungen und Konten durchsucht hatten. Ihre Verteidigung argumentiert, die Beweise seien konstruiert und die Medienberichterstattung voreingenommen.
Der Fall hat eine hitzige öffentliche Debatte ausgelöst. Während einige die Unabhängigkeit der Justiz begrüßen, sehen andere darin einen Versuch, politische Gegner zu entmachten. Die Regierung hat sich bisher nicht offiziell zu den Vorwürfen geäußert. Der Prozess wird voraussichtlich in den kommenden Wochen fortgesetzt.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Southern Africa