Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Africa Centres for Disease Control and Prevention (Africa CDC) haben am Donnerstag, den 27. August 2026, offiziell bekanntgegeben, dass Uganda keine aktive Übertragung des seltenen Bundibugyo-Ebola-Virus mehr aufweist. Diese Erklärung folgt einem 42-tägigen Zeitraum ohne neue bestätigte Fälle – dem doppelten Inkubationszeitraum des Virus und somit dem entscheidenden Kriterium zur Beendigung eines Ebola-Ausbruchs.
Der letzte registrierte Fall wurde Anfang Juli in der Region West-Nil identifiziert. Seitdem setzte die ugandische Regierung gemeinsam mit internationalen Partnern umfassende Maßnahmen zur Eindämmung ein, darunter Kontaktnachverfolgung, Isolierung von Verdachtsfällen und Aufklärungskampagnen in betroffenen Gemeinden. Die Behörden betonten, dass die schnelle Reaktion und die Erfahrung aus früheren Epidemien entscheidend zum Erfolg beigetragen hätten.
Weiterhin Vorsicht geboten
Trotz der positiven Entwicklung warnen Experten vor zu großer Entspannung. Angesichts der anhaltenden Ebola-Gefahr in angrenzenden Ländern wie der Demokratischen Republik Kongo (DRC) bleibt die Gefahr einer erneuten Einschleppung bestehen. Die WHO empfiehlt daher weiterhin erhöhte Wachsamkeit an Grenzübergängen sowie die Aufrechterhaltung von Notfallstrukturen im Gesundheitssystem.
Die erfolgreiche Bewältigung des Ausbruchs wird als Beispiel effektiver nationaler Krisenreaktion und regionaler Zusammenarbeit gewürdigt. Uganda hat mittlerweile mehrere Ebola-Ausbrüche verschiedener Stämme überstanden, wodurch das Land über wertvolle epidemiologische Erfahrung verfügt.
Quellen: Independent (Kampala)