Die Welternährungsorganisation (WFP) hat erneut vor einer dramatisch anhaltenden Verschärfung der humanitären Lage im Sudan gewarnt. Laut Angaben der Organisation aus New York werden globale Konflikte sowie massive Störungen in den Lieferketten für Treibstoff und Handel die ohnehin bereits katastrophale Hungerkrise im Land weiter verschärfen. Besonders besorgniserregend sei der Anstieg der Lebensmittelpreise, der seit Februar um nahezu 40 Prozent zugenommen hat.
Die WFP betont, dass die Kombination aus anhaltenden Kämpfen, zerstörter Infrastruktur und eingeschränktem Zugang zu Hilfsgütern Millionen von Menschen in Lebensgefahr bringt. Besonders betroffen sind Regionen, in denen humanitäre Organisationen aufgrund der Sicherheitslage nur eingeschränkt operieren können. Die Organisation befürchtet, dass ohne dringende internationale Unterstützung die Zahl der akut hungernden Menschen weiter rapide steigen wird.
Die WFP ruft die internationale Gemeinschaft zu verstärkter finanzieller und logistischer Unterstützung auf, um lebensrettende Hilfsmaßnahmen sicherzustellen. Gleichzeitig mahnt die Organisation, dass nur eine politische Lösung des Konflikts langfristig Abhilfe schaffen kann. Bislang bleibt der Friedensprozess jedoch stockend, während die humanitären Bedürfnisse weiter wachsen.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa