Die zambische Regierung hat in den letzten Jahren große Hoffnungen in ihre nationale Krankenversicherung gesetzt, insbesondere im Hinblick auf die Versorgung der älteren Bevölkerung. Eine neue Studie im Auftrag von The Conversation Africa zeigt nun: Zwar profitieren ältere Bürger bereits von geringeren Gesundheitskosten, doch strukturelle Finanzierungslücken behindern die langfristige Wirksamkeit des Systems.
Chronische Erkrankungen im Alter – hohe Versorgungsanforderungen
Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes und Herz-Kreislauf-Leiden. Diese Krankheiten erfordern regelmäßige medizinische Betreuung, Medikamente und Kontrolluntersuchungen. Doch viele ältere Zambier können sich diese Leistungen weiterhin nicht leisten – trotz der Einführung der staatlichen Versicherung.
Finanzielle Engpässe bremsen den Fortschritt
Die Studie macht deutlich, dass die Versicherung zwar die direkten Kosten für Behandlungen senkt, jedoch nicht überall flächendeckend umgesetzt werden kann. Krankenhäuser und Gesundheitszentren in ländlichen Regionen leiden unter Personalmangel und unzureichender Finanzierung. Zudem reichen die Beiträge aus dem Versicherungsfonds oft nicht aus, um die steigende Nachfrage zu decken.
Experten fordern daher eine stärkere staatliche Unterstützung und eine nachhaltige Finanzierungsstrategie, um das System dauerhaft zu stabilisieren. Gleichzeitig müsse der Zugang zu Präventionsprogrammen und primärmedizinischer Versorgung ausgebaut werden. Die Reform der Gesundheitsversorgung bleibt damit eine der zentralen Herausforderungen für die zukünftige Regierung – unabhängig davon, wer nach der Wahl am 13. August an die Macht kommt.
Quellen: AllAfrica – Southern Africa