Am 20. Juni 2026 jährt sich die Verabschiedung der ILO-Konvention 177, die Heimarbeiter rechtlich gleichwertig zu traditionellen Lohnempfängern anerkennt. In Indien haben zahlreiche Heimarbeiterorganisationen die Gelegenheit genutzt, um auf ihre prekären Arbeitsbedingungen aufmerksam zu machen und gleichwertige Rechte zu fordern.
Heimarbeiter in Indien sind oft in der Textil-, Schmuck- und Nahrungsmittelindustrie tätig, arbeiten unter schlechten Bedingungen und erhalten oft unzureichende Löhne. Trotz ihrer wichtigen Rolle in der Wirtschaft bleiben sie rechtlich und sozial benachteiligt.
Die Corona-Pandemie hat die Situation vieler Heimarbeiter weiter verschärft, da viele von ihnen in der Lage sind, ihre Arbeit nur unter unsicheren Bedingungen fortzusetzen. Aktivisten fordern nun umfassende Reformen, um die Rechte dieser Arbeiter zu stärken und ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern.
Die Forderungen umfassen unter anderem Zugang zu Sozialleistungen, bessere Arbeitsbedingungen und das Recht auf kollektive Verhandlungen. Die indische Regierung steht unter Druck, Maßnahmen zu ergreifen und internationale Standards einzuhalten, um die Lebensbedingungen dieser oft übersehenen Arbeitergruppe zu verbessern.
Quellen: Al Jazeera English