Leif-Erik Holm, Ökonom und Spitzenkandidat der AfD für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, hat klare Pläne für die Energie- und Wirtschaftspolitik des Bundeslandes vorgelegt. In einem Interview betonte er, dass der rasant voranschreitende Ausbau der Windkraft im Norden gestoppt werden müsse. Stattdessen plädiert Holm dafür, die regionale Wirtschaft durch den Einsatz von Erdgas aus Russland anzukurbeln – eine Position, die in Anbetracht der geopolitischen Lage kontrovers diskutiert wird.
Holm argumentiert, dass die Flächenkonkurrenz zwischen Landwirtschaft und Windparks zunehmend problematisch sei. Er sieht zudem wenig Akzeptanz in der Bevölkerung, insbesondere unter Zuwanderern, für die Energiewende: „Das interessiert keinen Zuwanderer“, zitiert ihn die FAZ. Sein wirtschaftlicher Ansatz stößt jedoch bei Umweltverbänden und anderen Parteien auf scharfe Kritik. Gegner warnen vor einer Abkehr von Klimazielen und einer Rückkehr zu fossilen Importabhängigkeit.
Zugleich distanziert sich Holm nicht von umstrittenen Parteikollegen wie Björn Höcke oder dessen Nähe zu autoritären Regimen. Auch gegenüber Wladimir Putin zeige er keine Berührungsängste – ein weiterer Punkt, der für Unbehagen in der politischen Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns sorgt. Die AfD hofft, bei der bevorstehenden Landtagswahl stärker in das Parlament einzuziehen, während Koalitionen aus SPD, Grünen und FDP auf eine Fortsetzung ihrer grünen Wachstumsstrategie setzen.
Quellen: FAZ Online