Asiatische Hornisse erstmals in Brandenburg entdeckt – Gefahr für Bienen und Menschen

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ist erstmals in Brandenburg nachgewiesen worden. Die ursprünglich aus Asien stammende Insektenart, die sich bereits in mehreren europäischen Ländern ausgebreitet hat, wurde von Fachleuten in der Region registriert. Die Entdeckung löst bei Naturschützern und Imkern große Besorgnis aus, da die Hornisse eine erhebliche Bedrohung für die heimischen Honigbienen darstellt.

Die Tiere jagen Bienen direkt am Flugloch ihrer Völker und können innerhalb kürzester Zeit ganze Bienenvölker dezimieren. Imker in Brandenburg werden nun verstärkt aufgefordert, Nester zu melden und Beobachtungen an zuständige Stellen weiterzuleiten. Das Landesamt für Umwelt prüft bereits erste Maßnahmen zur Eindämmung, darunter die Aufstellung von Fangkäfigen und die Überwachung von Brutplätzen.

Auch für Menschen kann die Asiatische Hornisse gefährlich werden, insbesondere für Allergiker. Ihre Stiche können stärkere allergische Reaktionen auslösen als die einheimischer Wespen. Experten raten, bei Sichtungen Abstand zu halten und Fachkräfte zu informieren, anstatt selbst eingreifen zu wollen.

Die Ausbreitung der Art wird unter anderem mit dem Klimawandel und dem internationalen Handel in Verbindung gebracht. Brandenburg bemüht sich nun, gemeinsam mit benachbarten Bundesländern, ein flächendeckendes Monitoringsystem aufzubauen, um eine weitere Verbreitung zu verhindern.

Quellen: Der Tagesspiegel