Die letzte Phase der Bewerbung Berlins als Austragungsort für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036 ist in vollem Gange. Bei einem sommerlichen Abschlussevent am Olympiastadion rief die Berliner Sportsenatorin am Sonntagabend noch einmal eindringlich zur Unterstützung auf. „Olympia in Deutschland gewinnt nur mit Berlin“, betonte sie vor einer großen Zahl von Sympathisanten, Sportfunktionären und lokalen Politikern.
Die Senatorin verwies auf die bestehende Infrastruktur der Hauptstadt, das starke Engagement der Zivilgesellschaft und die historische Bedeutung Berlins als Ort der Versöhnung und des Sports. „Wir bieten nicht nur Stadien, sondern ein Bündnis aus Vielfalt, Nachhaltigkeit und Leidenschaft“, sagte sie. Die Konkurrenz aus anderen deutschen Städten sei respektiert, doch Berlin biete die einzig wahre Chance auf eine erfolgreiche internationale Bewerbung.
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird in elf Tagen entscheiden, welcher Standort das deutsche Bewerbungsrecht erhält. Berlin setzt dabei auf eine dezentrale Konzeption mit bestehenden Anlagen und nachhaltiger Bauweise, um Bedenken hinsichtlich Kosten und Flächenverbrauch zu entkräften. Kritiker verweisen jedoch auf die finanzielle Belastung und mögliche Verdrängungseffekte in der Stadt.
Die endgültige Entscheidung des DOSB fällt am 26. September. Sollte Berlin nominiert werden, geht die Bewerbung in die internationale Phase bei dem IOC.
Quellen: Der Tagesspiegel