Saudi-Arabien kämpft um Ölexporte: Pipeline nach Angriffen vorübergehend geschlossen

Saudi-Arabien, der weltweit größte Ölexporteur, steht aufgrund von Angriffen aus dem Irak vor einer ernsthaften Krise in der Ölversorgung. Die entscheidende Ost-West-Pipeline, die die Hauptölquellen des Landes mit dem Hafen Yanbu verbindet, wurde letzte Woche nach einem Drohnenangriff geschlossen. US-Energieminister Chris Wright erklärte, die Pipeline solle innerhalb weniger Tage wieder in Betrieb genommen werden. Laut Wright handelt es sich um eine „kurzfristige und vorübergehende Unterbrechung“.

Die Schließung der Pipeline hat die Bedenken über die Möglichkeiten Saudi-Arabiens zur Ölvermarktung weiter verstärkt, insbesondere angesichts der Tatsache, dass Iran und seine Verbündeten die Kontrolle über wichtige maritime Routen im Golf und im Roten Meer verstärken. Analysten warnen, dass Saudi-Arabien möglicherweise gezwungen sein könnte, seine Exportstrategien grundlegend zu überdenken, da der Zugang zu diesen Routen zunehmend eingeschränkt wird.

In der Zwischenzeit hat das Vereinigte Königreich seine Unterstützung für Saudi-Arabien und die international anerkannte Regierung im Jemen bekräftigt, nachdem die Houthis neue Angriffe auf saudisches Territorium verübt haben. Diese Entwicklungen könnten die geopolitischen Spannungen in der Region weiter anheizen und die globalen Ölpreise beeinflussen, die bereits über 100 US-Dollar pro Barrel liegen.

Quellen: Al-Monitor, Middle East Monitor