Nach mehr als einem Jahrzehnt des Wartens und einer Sanierung, die acht Jahre in Anspruch nahm, kehrt die Grundschule am Weißen See in Pankow endlich in ihr Stammgebäude zurück. Die Schule, die ursprünglich nur für wenige Jahre in einem Interimscontainer unterrichten sollte, hat während der langwierigen Baumaßnahmen zahlreiche Hindernisse überwinden müssen – von Planungsfehlern über Materialengpässe bis hin zu pandemiebedingten Verzögerungen.
Das sanierte Gebäude bietet nun modernere Klassenräume, verbesserte barrierefreie Zugänge und eine zeitgemäße technische Ausstatt. Eltern und Lehrkräfte begrüßen die Rückkehr ins Stammhaus, kritisieren aber zugleich die mangelnde Kommunikation und Planungssicherheit während des Prozesses. „Es ist ein emotionaler Tag, aber auch ein Mahnmal für die notwendige Verbesserung der Bauschullogistik in Berlin“, sagte Schulleiterin Anja Meier bei der symbolischen Schlüsselübergabe.
Der Bezirk Pankow betont, dass aus den Fehlern gelernt werden soll. Zukünftige Sanierungsprojekte sollen transparenter gestaltet und enger mit Schulen abgestimmt werden. Die Grundschule am Weißen See gilt nun als Beispiel dafür, wie komplex und langwierig Schulbaumaßnahmen in Berlin werden können – aber auch dafür, dass am Ende eine funktionierende Lösung möglich ist.
Quellen: Der Tagesspiegel