Angesichts einer sich zuspitzenden Drogensituation in Berlin kündigt SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach umfassende Maßnahmen zur Bekämpfung der offenen Drogenszene an. Besonders in Bezirken wie Mitte, Friedrichshain und Neukölln sei die Situation besorgniserregend: Crack-Konsum nehme zu, Drogen würden zunehmend per QR-Code bestellt, und neue synthetische Substanzen verbreiteten sich rasant.
Krach fordert daher die Bereitstellung mehrerer Millionen Euro für Prävention, Therapie und soziale Rückkehrprogramme. „Wir wollen die offene Drogenszene zurückdrängen, aber nicht durch bloße Repression, sondern durch mehr Hilfsangebote“, betonte er in einem Interview. Dazu gehören mobile Beratungsteams, ausgeweitete Entgiftungsplätze und verstärkte Präventionsarbeit in Schulen und Jugendzentren.
Die Pläne sehen auch eine engere Zusammenarbeit zwischen Polizei, Sozialämtern und Suchthilfeorganisationen vor. Kritik kommt von Oppositionsparteien, die befürchten, dass die Maßnahmen zu sehr auf Sozialarbeit setzen und nicht ausreichend auf Ordnungsvollzug. Krach entgegnet: „Wer nur räumt, aber nicht hilft, bekämpft Symptome, nicht die Ursachen.“ Die SPD hofft, mit diesem Ansatz auch bei jüngeren Wählern punkten zu können, die sich verstärkt sozialen und gesundheitlichen Themen zuwenden.
Quellen: Der Tagesspiegel