Der Betreiber der Deponie am ehemaligen Bergwerk bei Teutschenthal im Saalekreis ist insolvent. Wie der Insolvenzverwalter mitteilte, kann der Betrieb der Anlage vorerst fortgesetzt werden. Dennoch wächst die Sorge, dass das Land Sachsen-Anhalt letztlich für die Sicherung und Sanierung der Fläche in Haftung genommen wird.
Die Deponie nutzt die Hohlräume des stillgelegten Bergwerks für die Ablagerung von Abfällen. Aufgrund der Insolvenz fehlen nun jedoch möglicherweise die finanziellen Mittel für die langfristige Überwachung und technische Sicherung der Anlage. Umweltexperten warnen vor möglichen Risiken für Grundwasser und Umgebung, falls keine ausreichenden Maßnahmen sichergestellt werden.
Die Landesregierung in Magdeburg steht nun unter Druck, Konzepte zur Übernahme der Verantwortung zu prüfen. Sollte kein neuer Investor gefunden werden, könnte das Land gezwungen sein, die Sanierung selbst zu finanzieren – mit erheblichen Kosten für die öffentliche Hand. Die genaue Höhe der potenziellen Belastung ist bisher unklar.
Die Gemeinde Teutschenthal beobachtet die Entwicklung mit Sorge. Bürgermeister und lokale Vertreter fordern Transparenz und klare Absicherung, um langfristig die Umwelt und die Bevölkerung zu schützen. Der Insolvenzverwalter betont jedoch, dass keine akute Gefahr bestehe und die Deponie vorerst regulär weiterbetrieben werde.
Quellen: MDR – Nachrichten