Die Landwirte in Sachsen-Anhalt stehen erneut vor erheblichen Ernteproblemen. Eine neue Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 38 Grad und tropischen Nächten verschärft die bereits angespannte Lage auf den Feldern. Besonders die Kartoffelanbaugebiete im Norden und Osten des Landes leiden unter dem anhaltenden Wassermangel.
„Die Pflanzen verdursten regelrecht“, berichtet ein Bauer aus der Altmark. Ohne ausreichenden Regen in den nächsten Tagen drohe ein massiver Ernteeinbruch. Bereits in den Vorwochen hatten Trockenheit und Hitzestress zu Schäden an Getreide, Raps und Zuckerrüben geführt. Nun könnte auch die Kartoffelernte deutlich hinter den Erwartungen zurückbleiben.
MDR-Meteorologin Michaela Koschak warnt vor einem „Hitzepeak“ in den kommenden Tagen. Besonders Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen seien von den extremen Temperaturen betroffen. Auch nachts sinken die Werte kaum unter 20 Grad, was den Pflanzen keine Erholungsphase ermöglicht.
Landwirtschaftsverbände fordern von der Landesregierung Unterstützung, etwa durch die Bereitstellung von Notbrunnen und erleichterte Bewässerungsregelungen. Gleichzeitig mahnen Experten langfristige Anpassungsstrategien an, um die Landwirtschaft an den Klimawandel anzupassen. Die Hoffnung vieler Landwirte ruht nun auf einem baldigen Starkregen – doch die Vorhersagen geben wenig Anlass zur Zuversicht.
Quellen: MDR – Nachrichten, MDR – Deutschland