Das Bundesland Brandenburg hat am 21. August 2026 ein sogenanntes „Chancencenter“ für Geflüchtete mit unklarer Bleibeperspektive eröffnet. Ziel der Einrichtung ist es, Betroffenen Wege in eine reguläre Aufenthaltssituation aufzuzeigen – etwa durch Ausbildung, Arbeit oder familiäre Bindungen. Das Projekt wird als integrationspolitisches Pilotvorhaben verstanden und soll Menschen unterstützen, die sich bereits länger im Land aufhalten, aber bisher keinen festen Aufenthaltsstatus besitzen.
Das Chancencenter bietet Beratung, Sprachkurse, Jobcoaching und rechtliche Unterstützung an. Es arbeitet eng mit lokalen Behörden, Bildungseinrichtungen und Arbeitgebern zusammen, um individuelle Perspektiven zu entwickeln. Die Landesregierung betont, dass es nicht um eine Amnestie gehe, sondern um strukturierte Chancen für Integration, wo diese realistisch und nachhaltig sei.
Kritik kommt unter anderem von Hessens Innenminister Roman Poseck, der gegenüber der Welt Online warnte: „Ich sehe die Gefahr, dass wir falsche Anreize schaffen.“ Er befürchtet, dass die Maßnahme als Einladung für weitere Migration ohne klare Absicherung wirken könnte. Brandenburgs Integrationsministerium entgegnet, dass das Angebot gezielt und begrenzt sei und keine rechtlichen Sonderregelungen schaffe, sondern bestehende Möglichkeiten systematisch ausschöpfe.
Quellen: Welt Online