Potsdam gibt Studie zur Diskriminierung queerer Menschen in Auftrag

Das Rathaus in Potsdam hat eine umfassende wissenschaftliche Studie zur Situation queerer Menschen in der Landeshauptstadt in Auftrag gegeben. Ziel ist es, Diskriminierungserfahrungen von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Personen systematisch zu erfassen und Handlungsempfehlungen für eine diskriminierungsfreie kommunale Politik abzuleiten. Die Studie soll sowohl strukturelle als auch alltagsbezogene Benachteiligungen beleuchten – etwa im Zugang zu Bildung, Gesundheit, Wohnraum oder im öffentlichen Raum.

„Wir wollen eine Stadt sein, in der jede und jeder respektvoll und sicher leben kann“, erklärte eine Sprecherin der Stadtverwaltung. Die Studie werde auf qualitativen Interviews, anonymen Umfragen und Expertengesprächen basieren. Besonderes Augenmerk liege auf den Erfahrungen von trans und inter Menschen sowie queeren Jugendlichen und älteren Menschen.

Die Ergebnisse sollen bis Mitte 2027 vorliegen und in die Arbeit der städtischen Ämter einfließen – etwa in Schulen, Sozialbehörden und bei der Polizei. Auch die städtische Veranstaltungsplanung, wie etwa die Organisation des CSD, könnte davon profitieren. Die Stadt hofft, mit der Studie nicht nur lokale Verbesserungen zu erreichen, sondern auch als Vorbild für andere Kommunen im Osten Deutschlands zu wirken.

Quellen: Der Tagesspiegel