CSU-Chef Markus Söder hat am Rande eines bilateralen Treffens in Budapest gemeinsam mit Ungarns Ministerpräsident Viktor Magyar eine Kurskorrektur beim EU-weiten Verbrennerverbot angemahnt. Beide Politiker kritisierten die derzeitige Ausgestaltung des Green Deals als zu restriktiv und forderten eine flexiblere Umsetzung, die den Interessen der nationalen Automobilwirtschaft mehr Rechnung trägt.
Söder betonte, dass Bayern als Heimat mehrerer großer Automobilhersteller einen fairen Übergang in die Elektromobilität brauche, der nicht auf Kosten von Arbeitsplätzen und Wettbewerbsfähigkeit gehe. „Die Technologiewende darf nicht zum wirtschaftlichen Nachteil der stärksten Industrieregion Europas werden“, so der bayerische Ministerpräsident. Magyar unterstützte diese Position und verwies auf gemeinsame wirtschaftliche Interessen im Donauraum.
Das Treffen in Budapest unterstrich die wachsende Koalition aus Mitteleuropäischen Ländern, die gegen eine pauschale Abschaltung der Verbrennungstechnologie protestieren. Beide Politiker sprachen sich für eine differenzierte Regelung aus, die synthetische Kraftstoffe (E-Fuels) und Hybridtechnologien stärker einbezieht.
Quellen: heise online