In Sachsen ist die Zahl der Todesfälle durch Drogenkonsum im Jahr 2025 leicht zurückgegangen: Dem aktuellen Drogentotenbericht zufolge starben insgesamt zwei Menschen weniger an einer Drogenüberdosis als im Vorjahr. Dennoch bleibt die Situation kritisch, da sich die Todesursachen deutlich verändern – immer häufiger ist sogenannter Mischkonsum für die tödlichen Fälle verantwortlich.
Laut Expert:innen der sächsischen Suchthilfe steigt der Anteil derjenigen, die gleichzeitig mehrere psychoaktive Substanzen konsumieren, kontinuierlich. Besonders gefährlich sei die Kombination aus Alkohol, Benzodiazepinen und opioidhaltigen Substanzen, die das Atemzentrum stark beeinträchtigen könne. Auch die Zunahme synthetischer Drogen auf dem Schwarzmarkt trage zu der instabilen Lage bei.
Am jährlichen Gedenktag für verstorbene Drogenkonsument:innen wurde erneut auf die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen hingewiesen. Betroffene und Fachleute fordern mehr Beratungsangebote, Aufklärung in Schulen und eine flächendeckende Verbesserung der Suchttherapieangebote, besonders in ländlichen Regionen des Freistaats.
Die Landesregierung kündigte an, gemeinsam mit Kommunen, Kliniken und Trägern der Drogenberatung neue Maßnahmen zur Schadensminimierung prüfen zu wollen. Dazu zählen möglicherweise auch die Ausweitung von Testmöglichkeiten für Drogen und die Diskussion um konsumnahe Angebote.
Quellen: MDR – Nachrichten (DE, 21.07.2026 04:00)