Eineinhalb Meter lange Königspython an Kanalufer in Rendsburg entdeckt

Ein ungewöhnlicher Fund hat sich am Donnerstagmorgen in Rendsburg ereignet: Ein aufmerksamer Spaziergänger entdeckte eine etwa eineinhalb Meter lange Königspython am Ufer des Nord-Ostsee-Kanals. Die alarmierten Beamten der Polizei konnten die nicht giftige Würgeschlange sicher bergen und an einen spezialisierten Tierpfleger übergeben. Woher das Reptil stammt, bleibt vorerst rätselhaft.

Königspythons sind beliebte Terrarientiere, die normalerweise nicht in der freien Wildbahn Mitteleuropas vorkommen. Experten vermuten, dass die Schlange möglicherweise aus einem privaten Haushalt entkommen oder absichtlich ausgesetzt wurde. Da Schleswig-Holstein zu den kühleren Regionen Deutschlands gehört, wäre es für das Tier langfristig kaum überlebensfähig in der Natur gewesen.

Die Behörden weisen darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren – besonders von exotischen Arten – nicht nur artenschutzrechtlich bedenklich, sondern auch tierschutzrechtlich strafbar sein kann. Die Königspython befindet sich nun in tiermedizinischer Obhut, bis geklärt ist, ob sie einem Besitzer zugeordnet werden kann oder dauerhaft in einer geeigneten Einrichtung untergebracht wird.

Quellen: Der Tagesspiegel