Die Debatte um den Umgang von Städten und Behörden mit der Social-Media-Plattform X (früher Twitter) erreicht auch Frankfurt. Nachdem in anderen deutschen Städten Forderungen laut wurden, den Kanal zu deaktivieren, bleibt die hessische Finanzmetropole weiterhin aktiv. Kritiker argumentieren, einzelne Inhalte auf X seien schwer erträglich, besonders wenn sie Hetze oder Desinformation befördern. Doch ein kompletter Rückzug würde lediglich symbolische Politik betreiben, ohne die Debatte zu verlassen.
Stattdessen plädieren Kommunikationsexperten und lokale Politiker dafür, dass öffentliche Institutionen auf X präsent bleiben – gerade um Falschnarrative entgegenzutreten und Bürger:innen direkt zu informieren. Frankfurt setzt damit auf eine Strategie der Gegenrede statt des Rückzugs. Die Stadtverwaltung nutzt ihren Account weiterhin, um offizielle Mitteilungen, Sicherheitshinweise und Veranstaltungsinformationen zu verbreiten.
Kritik kommt vor allem aus zivilgesellschaftlichen Kreisen, die eine Zusammenarbeit mit einer Plattform als problematisch ansehen, die unter anderem für mangelnde Moderation und Hasskommentare bekannt ist. Dennoch betont die Frankfurter Stadtverwaltung, dass Transparenz und Erreichbarkeit in der digitalen Kommunikation Priorität haben. Ein Rückzug würde vor allem jene ausschließen, die X trotz aller Kritik weiterhin als Informationsquelle nutzen.
Quellen: FAZ Online