Am 12. August erlebt Brandenburg ein seltenes astronomisches Doppelspektakel: Gegen 9:38 Uhr wird eine partielle Sonnenfinsternis rund 85 Prozent der Sonnenscheibe verdecken. Wenige Stunden später, in der Nacht zum 13. August, erreichen die Perseiden-Meteore ihren Höhepunkt – mit bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde, die über den brandenburgischen Himmel ziehen.
Die Kombination aus Sonnenfinsternis und Meteorregen ist selten und weckt großes Interesse bei Astronomen und Laien gleichermaßen. Mehrere Beobachtungsaktionen werden in Potsdam, Cottbus und Brandenburg an der Havel geplant. Die Wilhelm-Foerster-Sternwarte in Potsdam organisiert eine öffentliche Veranstaltung mit speziellen Sonnenfiltern, Fernrohren und Vorträgen zur Bedeutung des Ereignisses.
„Die Sichtverhältnisse werden ideal sein, wenn das Wetter mitspielt“, sagt Astrophysikerin Dr. Lena Hartmann. „Die Sonnenfinsternis ist kein totales Ereignis, aber selbst 85 Prozent Abdeckung erzeugen eine merkbare Verdunklung und Temperaturabsenkung.“
Beobachter werden ausdrücklich gewarnt, die Sonne niemals direkt anzusehen – auch nicht während der Finsternis. Spezielle Sonnenfilter oder Projektionsmethoden sind unerlässlich, um Augenschäden zu vermeiden. Die Perseiden selbst sind dagegen völlig ungefährlich und gelten als eines der schönsten jährlichen Himmelsschauspiele.
Quellen: Der Tagesspiegel