Kinder-MRT in Magdeburg: Neues Gerät ermöglicht Untersuchungen ohne Narkose

In der Universitätsmedizin Magdeburg ist ein neues, kindergerechtes MRT-Gerät erfolgreich gestartet. Es ist speziell darauf ausgelegt, Untersuchungen bei Babys und Kleinkindern möglichst stressfrei und ohne die Notwendigkeit einer Vollnarkose durchzuführen. Das Verfahren nutzt leisere Technologie, kindgerechte Gestaltung und kürzere Scan-Zeiten, wodurch die kleinen Patienten ruhig liegen bleiben können – oft unterstützt durch Ablenkung wie Bilder oder sanfte Musik.

Bisher mussten viele Kinder sediert werden, um eine MRT-Untersuchung durchführen zu können, da selbst kleinste Bewegungen die Bildqualität beeinträchtigen. Dies birgt Risiken, insbesondere bei Frühgeborenen oder Kindern mit Vorerkrankungen. Mit dem neuen Gerät kann diese Belastung vermieden werden. „Das ist ein großer Schritt für die kinderfreundliche Medizin“, so eine Sprecherin der Klinik. Ärzte erhoffen sich zudem genauere Diagnosen, da natürliche Körperzustände ohne medikamentöse Beeinflussung erfasst werden können.

Auch für die Eltern bedeutet das neue Verfahren eine enorme Entlastung. Sie dürfen ihre Kinder während der Untersuchung begleiten und beruhigend unterstützen. Die Universitätsmedizin Magdeburg setzt damit einen bundesweiten Maßstab in der pädiatrischen Radiologie. Weitere Krankenhäuser beobachten das Projekt aufmerksam – möglicherweise folgen ähnliche Investitionen in anderen Regionen.

Quellen: MDR – Nachrichten