Kölner Lehrer wegen Missbrauchs verurteilt – bezieht weiterhin Beamtengehalt

Ein Kölner Gymnasiallehrer, der wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt wurde, bezieht weiterhin sein Gehalt als Beamter. Obwohl das Gericht bereits eine Strafe ausgesprochen hat, scheint der 37-Jährige aktiv darauf hinzuarbeiten, die Rechtskraft des Urteils zu verhindern – ein Schritt, der es ihm ermöglicht, vorläufig im Genuss beamtenrechtlicher Leistungen zu bleiben.

Laut Angaben aus dem Urteil hatte der Pädagoge schwerwiegende Vorwürfe über sich ergehen lassen müssen, die letztlich zu einer rechtskräftigen Verurteilung führten. Dennoch bleibt er formal im Dienstverhältnis, da die endgültige Entscheidung noch nicht vollzogen ist. Solange kein rechtskräftiges Urteil vorliegt, greifen strenge beamtenrechtliche Vorschriften, die eine sofortige Entlassung oder Sperrung des Gehalts erschweren.

Der Fall wirft erneut Fragen auf, wie mit verurteilten Beamten im Zwischenraum zwischen Urteil und Rechtskraft umgegangen wird. Experten fordern eine Verschärfung der Regelungen, um Missbrauch solcher rechtlichen Spielräume zu verhindern. Die Stadt Köln und das zuständige Schulministerium in Nordrhein-Westfalen stehen unter Druck, transparenter über den Umgang mit disziplinarrechtlich belasteten Lehrkräften zu berichten.

Quellen: Welt Online