Die Spitzenkandidatin der Berliner Linken, Elif Eralp, hat nach einem antisemitischen Vorfall bei einer Parteiveranstaltung in Neukölln umgehende Aufklärung und Konsequenzen gefordert. Bei dem Event hatte ein Rapper laut Medienberichten den Ruf „Death to the IDF“ ausgestoßen – eine Äußerung, die als Aufruf zur Gewalt gegen Israel gewertet wird. Eralp zeigte sich öffentlich entsetzt und betonte: „Die Verantwortlichen hätten sofort intervenieren müssen.“
Die Linke-Politikerin stellte sich klar gegen jede Form von Antisemitismus und betonte ihren Schutz jüdischen Lebens in Berlin. Der Vorfall wirft Fragen über die Kontrolle politischer Veranstaltungen und die Haltung einzelner Akteure innerhalb linker Milieus auf. Eralp kündigte interne Prüfungen an und forderte eine klare Haltung aller Funktionäre.
Auch Berlins Kultursenator Stefan Evers (CDU) reagierte scharf. Bei der Premiere eines Films über einen Holocaust-Überlebenden sagte er: „Wer jüdisches Leben bedroht, greift unsere Stadt an.“ Er betonte, dass es bei antisemitischen Äußerungen keine politische Rücksichtnahme geben dürfe – unabhängig davon, ob sie von rechts, links oder aus islamistischen Kreisen kämen. Die Vorfälle unterstreichen die angespannte Debatte über Sicherheit und Toleranz im urbanen Raum Berlins.
Quellen: Welt Online, T-Online Nachrichten, Der Tagesspiegel