In der sachsen-anhaltinischen Landeshauptstadt Magdeburg hat am Dienstagmorgen eine symbolische Protestaktion von Unternehmerinnen und Unternehmern mit Migrationshintergrund stattgefunden. Als Teil des sogenannten „Migra-Streiks“ blieben zahlreiche Geschäfte für vier Stunden geschlossen, um auf die Bedeutung der Migration für Wirtschaft und Gesellschaft hinzuweisen. Die Organisatoren wollen damit ein klares Signal vor der anstehenden Landtagswahl setzen.
Die Aktivisten fordern die Bevölkerung auf, bewusst über ihre Wahlentscheidung nachzudenken. „Lasst euch nicht spalten in Ausländer und Deutsche“, hieß es in einem gemeinsamen Aufruf. Mit der Schließung ihrer Betriebe machen sie deutlich, welche wirtschaftliche und soziale Rolle migrantisch geprägte Unternehmen in der Stadt einnehmen. Sollte die AfD in Sachsen-Anhalt stärker werden, droht aus Sicht der Organisatoren eine Politik der Ausgrenzung – mit negativen Konsequenzen für alle.
Forscher unterstützen die Botschaft: Ohne Zuwanderung würde das wirtschaftliche Wachstum im Bundesland zurückgehen, warnt auch das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (IWH). Die Protestierenden betonen, dass es nicht darum gehe, Wähler zu verurteilen, sondern vielmehr ein Bewusstsein dafür zu schaffen, was auf dem Spiel steht – Vielfalt, Toleranz und wirtschaftliche Stabilität.
Quellen: ntv – Nachrichten, ZEIT Online – Deutschland, ARD Tagesschau – Inland, Der Tagesspiegel