Die wirtschaftspolitischen Vorhaben der AfD in Sachsen-Anhalt stoßen bei Fachleuten auf scharfe Kritik. Laut dem Präsidenten des Halle Institute for Economic Research (IWH) würden die vorgeschlagenen Maßnahmen zu schwerwiegenden wirtschaftlichen Einbrüchen führen. Die Pläne seien nicht nur realitätsfremd, sondern auch finanziell völlig undurchführbar.
Zu den umstrittenen Vorschlägen gehören massive Steuersenkungen, der Rückbau von Umweltstandards und eine restriktive Migrationspolitik. Diese Kombination gefährde nicht nur die Attraktivität des Standorts für Investoren, sondern untergrabe auch die Grundlage für nachhaltiges Wachstum. Besonders alarmierend sei die Ablehnung der AfD gegenüber Zuwanderung – gerade in einem Bundesland wie Sachsen-Anhalt, das bereits heute unter Fachkräftemangel leidet.
Experten warnen, dass ein Ausschluss von qualifizierten Migranten die Abwanderung junger Arbeitskräfte beschleunigen und die demografische Entwicklung weiter verschärfen würde. Auch die sozialen Sicherungssysteme gerieten dadurch unter Druck. Die IWH-Analyse macht deutlich: Ohne Anpassung der Wirtschaftspolitik an globale Realitäten drohe dem Land ein tiefgreifender Strukturbruch – mit langfristigen negativen Auswirkungen auf Beschäftigung, Infrastruktur und Lebensqualität.
Quellen: Der Tagesspiegel, ARD Tagesschau – Inland