In der thüringischen Stadt Gotha hat die Kommunalverwaltung eine neue Initiative gestartet, um das Leben mobilitätseingeschränkter Bewohner zu verbessern. An mehreren Wohnanlagen wurden spezielle Mini-Garagen errichtet, die ausschließlich für Elektromobile wie E-Rollatoren oder kleine Elektrofahrzeuge gedacht sind. Die Boxen sind abschließbar, verfügen über einen eigenen Stromanschluss zur Ladung der Fahrzeuge und befinden sich direkt am Gebäude – ein entscheidender Vorteil für Senioren und Menschen mit Behinderung.
Die Idee entstand im Rahmen eines städtischen Projekts zur barrierefreien Stadtentwicklung. Ziel ist es, die Lebensqualität älterer Mieter zu erhöhen und ihnen ein möglichst selbstbestimmtes Leben in ihren Wohnungen zu ermöglichen. Bisher mussten viele Nutzer ihre Elektromobile im Freien abstellen oder in gemeinschaftlichen, oft überfüllten Fahrradkellern lagern – mit Risiken wie Diebstahl, Witterungsschäden oder fehlender Lademöglichkeit.
Die neuen Garagenboxen in Gotha sind etwa so groß wie ein kleiner PKW-Stellplatz und werden als Mietobjekt angeboten. Die Stadt arbeitet dabei eng mit Wohnungsbaugesellschaften und Behindertenverbänden zusammen. Erste Rückmeldungen aus den betroffenen Quartieren sind durchweg positiv. Bewohner berichten von mehr Sicherheit, Komfort und Unabhängigkeit.
Die Maßnahme könnte Vorbildwirkung für andere thüringische Kommunen entfalten. Insbesondere in kleineren Städten mit einem hohen Anteil älterer Bevölkerung wird das Modell bereits diskutiert. Die Landesregierung hat das Projekt bisher nicht explizit gefördert, signalisiert aber Interesse an einer möglichen Übernahme in zukünftige Wohnbauförderprogramme.
Quellen: MDR – Nachrichten