Mpox in Berlin: Gesundheitsamt warnt vor weiterer Ausbreitung – 125 Fälle in diesem Jahr

Berlin ist bundesweit das Zentrum der Mpox-Ausbrüche: Seit Jahresbeginn wurden im Land bereits 125 Infektionen registriert, was bundesweit die höchste Fallzahl bedeutet. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) hat daher eine verstärkte Aufklärungskampagne gestartet, um die Weiterverbreitung der Krankheit zu verhindern. Besonders betroffen sind Männer, die Sex mit Männern haben – hier gilt die Impfung als zentraler Schutzfaktor.

„Mpox ist kein ausgestorbenes Thema“, warnte ein Sprecher des Amtes. „Die Infektionsketten sind teilweise schwer nachvollziehbar, weshalb wir auf verstärkte Prävention setzen müssen.“ Die Behörde empfiehlt allen Risikogruppen, den Impfstatus zu überprüfen und sich gegebenenfalls mit der zweiteiligen Impfung schützen zu lassen. Die Impfungen sind in Berlin kostenfrei über das Gesundheitsamt und ausgewählte Beratungsstellen erhältlich.

Neben der Impfkampagne verstärkt Berlin auch die Testkapazitäten und die Kontaktnachverfolgung. In Zusammenarbeit mit LGBTQ+-Organisationen werden Aufklärungsveranstaltungen in Berliner Kiezen angeboten. „Es geht nicht um Stigmatisierung, sondern um Schutz“, betonte der Sprecher. „Je früher wir eingreifen, desto besser können wir Ausbrüche eindämmen.“

Quellen: Der Tagesspiegel