Das Innenministerium von Nordrhein-Westfalen hat gemeinsam mit 16 Fußballclubs des Landes eine wegweisende Vereinbarung zur Sicherheit in Fußballstadien unterzeichnet. Ziel ist es, den Polizeieinsatz bei Spielen zu reduzieren und stattdessen auf vertrauensbasierte, präventive Maßnahmen zu setzen. „Wir werden unseren Polizeieinsatz reduzieren – ein großer Vertrauensbeweis gegenüber den Fans“, erklärte Innenminister Herbert Reul während der Bekanntgabe der neuen Regelungen.
Demnach werden Polizeikräfte künftig nicht mehr routinemäßig in die Stadien einziehen, sondern nur noch dann eingreifen, wenn eine konkrete Gefahr besteht. Die Verantwortung für die innere Sicherheit vor Ort wird zunehmend in die Hände der Stadionbetreiber und privaten Sicherheitsdienste gelegt. Zudem sehen die Vereinbarungen verstärkte Videoüberwachung, verbesserte Zugangskontrollen und einheitliche Kommunikationsprotokolle zwischen Behörden und Clubs vor.
Reul betonte, dass diese Maßnahme nicht auf Kosten der Sicherheit gehe, sondern auf einer langjährigen Entspannung der Lage in den Stadien beruhe. „Die Fans haben in den letzten Jahren gezeigt, dass sie Verantwortung übernehmen können. Jetzt geben wir ihnen mehr Raum – bei gleichzeitiger Sicherheit.“ Die Pilotphase der neuen Sicherheitsstrategie soll zunächst in ausgewählten Stadien in NRW getestet werden, bevor sie landesweit ausgerollt wird.
Quellen: Welt Online