In Neubrandenburg leistet Mandy Salomon tagtäglich wichtige Arbeit als ambulante Pflegekraft – eine Berufswahl, die sie nicht geplant hatte, die aber heute ihre Berufung ist. Eigentlich wollte sie Erzieherin werden, doch der Umweg über die Pflege brachte sie zu einer Tätigkeit, die sie heute nicht mehr missen möchte. In einem Porträt berichtet sie von den täglichen Herausforderungen ihres Arbeitsalltags in Mecklenburg-Vorpommern, wo der Fachkräftemangel im Gesundheitssektor besonders spürbar ist.
„Unseren Job will kaum jemand machen“, sagt Salomon gegenüber der FAZ. Die körperliche und emotionale Belastung sei hoch, die Anerkennung oft gering. Dennoch bleibt sie motiviert – nicht zuletzt wegen der Dankbarkeit vieler Patienten, die auf professionelle Unterstützung angewiesen sind. Gerade in ländlichen Regionen des Bundeslandes spielt die ambulante Pflege eine zentrale Rolle, um älteren und pflegebedürftigen Menschen ein Leben zu Hause zu ermöglichen.
Die Landesregierung hat in den vergangenen Jahren Maßnahmen ergriffen, um den Pflegeberuf attraktiver zu machen, darunter bessere Bezahlung und Fortbildungsangebote. Doch Experten warnen, dass strukturelle Verbesserungen nötig seien, um dem wachsenden Bedarf langfristig gerecht zu werden. Salomons Geschichte steht exemplarisch für viele Pflegekräfte im Nordosten, die unter oft schwierigen Bedingungen einen unverzichtbaren Beitrag zur Daseinsvorsorge leisten.
Quellen: FAZ Online