Die am Dienstag in Berlin vorgestellten Ergebnisse der Pisa-Studie 2025 haben besorgniserregende Zahlen geliefert: Nie zuvor schnitten deutsche Schüler so schlecht in den Kernfächern Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften ab. Auch Thüringen ist von dieser Entwicklung betroffen. In Gotha haben Schülerinnen und Schüler die Studie aufmerksam verfolgt – und äußern nun Bedenken über die Qualität ihres Bildungssystems.
Die Jugendlichen beschreiben Unterrichtsausfälle, überfüllte Klassen und mangelnde digitale Ausstattung an ihren Schulen. Besonders in ländlichen Regionen fehle es an motivierten Lehrkräften. „Wir sollen gut abschneiden, aber die Rahmenbedingungen stimmen einfach nicht“, sagt eine Schülerin aus Gotha, die anonym bleiben möchte. Andere verweisen auf soziale Ungleichheiten, die sich im Schulalltag verschärften.
Thüringen galt lange als Bildungsstandort mit Stabilität, doch die aktuellen Daten werfen Fragen auf. Bildungspolitiker des Landes stehen unter Druck, strukturelle Reformen anzugehen. Die Reaktionen aus den Schulen zeigen: Die jungen Menschen wollen nicht nur besser abschneiden – sie fordern auch mehr Unterstützung und faire Chancen im Bildungssystem.
Quellen: MDR – Nachrichten