Die CSU-Vizechefin Angelika Niebler sieht sich schwerer Kritik gegenüber, nachdem bekannt wurde, dass sie insgesamt 19 Nebentätigkeiten angemeldet hat, von denen sieben vergütet sind. Diese Situation hat nicht nur das Ansehen von Niebler, sondern auch das Vertrauen der Bürger in die Politik insgesamt belastet. Experten und Politikbeobachter fordern nun eine umfassende Überprüfung ihrer Nebentätigkeiten durch die Staatsanwaltschaft.
Die Affäre trägt zur allgemeinen Politikverdrossenheit bei, die in Bayern und bundesweit zu beobachten ist. Viele Bürger fühlen sich von den „Amigo-Allüren“ der Politiker entfremdet und sprechen von einem Vertrauensverlust in die Institutionen. Niebler, die auch als EU-Abgeordnete tätig ist, steht nun im Fokus der öffentlichen Diskussion.
Die CSU muss sich nun fragen, wie sie mit dieser Situation umgehen will, um das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen. Die Debatte um Nebentätigkeiten von Politikern wird mit Sicherheit auch in den kommenden Wochen die politische Agenda in Bayern bestimmen.
Quellen: Spiegel Online, FAZ Online