In Potsdam formiert sich zunehmender Widerstand gegen die geplante Schließung von Abteilungen an städtischen Krankenhäusern. Ein breites Bündnis aus Bürgerinitiativen, Ärzteverbänden und Oppositionsparteien ruft für Freitag zu einer Großdemonstration auf, um gegen die drohenden Versorgungslücken im Gesundheitswesen zu protestieren. Besonders betroffen ist das Bergmann-Klinikum, dessen Träger eine weitere Reduzierung des Leistungsspektrums nicht ausschließt.
Die Protestierenden befürchten, dass durch die Schließungen die medizinische Nahversorgung in der Landeshauptstadt langfristig gefährdet sei. Besonders in den Fachbereichen Innere Medizin und Chirurgie seien bereits Personalabbaumaßnahmen erkennbar, die auf eine restriktive Finanzierungs- und Planungspolitik des Landes Brandenburg zurückzuführen seien. Kritiker werfen der Landesregierung vor, die kommunalen Krankenhäuser systematisch zu schwächen.
Die Demonstration am Freitag soll auf dem Alten Markt stattfinden, einem zentralen Platz im Herzen Potsdams. Organisatoren rechnen mit mehreren hundert Teilnehmenden. Ziel sei es, ein deutliches Signal an die politisch Verantwortlichen zu senden: Die Bevölkerung lasse sich nicht länger aus der medizinischen Daseinsvorsorge verabschieden.
Quellen: Der Tagesspiegel