Pünktlichkeitsdesaster nach Sanierung: Nur jeder vierte ICE zwischen Hamburg und Berlin pünktlich

Die Hoffnungen auf eine moderne, zuverlässige Bahnverbindung zwischen Hamburg und Berlin haben sich nach Abschluss der Generalsanierung nicht erfüllt. Laut aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts und Medienberichten erreichten im Juli 2026 lediglich 25,8 Prozent der Fernzüge zwischen den beiden Metropolen ihr Ziel pünktlich – definiert als Ankunft mit weniger als sechs Minuten Verspätung.

Die rund 280 Kilometer lange Strecke war zehn Monate lang gesperrt, um Gleise, Signalanlagen und Brücken grundlegend zu erneuern. Die Deutsche Bahn hatte damals milliardenschwere Investitionen getätigt und bessere Leistung, höhere Geschwindigkeit und mehr Zuverlässigkeit versprochen. Doch seit Wiederaufnahme des Betriebs Anfang Juli häufen sich Verspätungen, teilweise um bis zu 45 Minuten.

Als Gründe werden verbliebene Restmängel, technische Störungen und unzureichend getestete Systeme genannt. Ein Sprecher der Deutschen Bahn räumte Fehler ein und versprach: „Wir arbeiten intensiv daran, die Stabilität der Strecke zu erhöhen.“ Dennoch wächst die Frustration bei Geschäftsreisenden und Pendlerinnen, die auf eine funktionierende Verbindung zwischen den beiden Regierungssitzen angewiesen sind.

In Hamburg wird die Situation als peinlich und fahrlässig kritisiert. Der Hamburger Verkehrssenator mahnte: „Nach einer solchen Sperrung muss die Leistung stimmen. Sonst verliert die Bahn endgültig das Vertrauen der Bürger.“

Quellen: ntv, Der Tagesspiegel