Ein Startup aus Sachsen verfolgt eine außergewöhnliche Strategie im Kampf gegen den Klimawandel: Das Unternehmen MIFRI nutzt das Prinzip der Holzvergrabung in Namibia, um Kohlenstoffdioxid langfristig aus dem Atmosphärenkreislauf zu entfernen. Zwei Gründer aus Sachsen haben das Projekt initiiert, bei dem schnell wachsendes Holz geerntet, getrocknet und in trockenen Gebieten Afrikas eingelagert wird – wo es unter Sauerstoffabschluss kaum verrotten kann.
Das Ziel: Den gebundenen Kohlenstoff als CO₂-Zertifikat am Emissionshandel vermarkten. Jede Tonne gespeicherter Biomasse entspricht etwa 1,8 Tonnen CO₂-Einsparung. Die Zertifikate sollen Unternehmen helfen, ihre Klimabilanz zu verbessern. Doch die Methode stößt auf kritische Fragen: Ist dies echter Klimaschutz oder Greenwashing?
Kritiker befürchten mangelnde Kontrolle und langfristige Wirksamkeit. Andere sehen Potenzial, besonders wenn die Lagerstätten über Jahrzehnte stabil bleiben. Das Projekt wird nun von deutschen und internationalen Umweltexperten begleitet. Für Sachsen könnte sich ein neuer Wirtschaftszweig im Bereich grüner Technologien eröffnen – fernab der Heimat, aber mit lokalen Innovationen.
Quellen: MDR – Nachrichten, MDR – Deutschland