Söder pocht auf weibliche Bundespräsidentin: Aigner soll Nachfolge von Steinmeier antreten

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat erneut seine klare Position zur Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bekräftigt. Trotz vorsichtiger Signale aus dem Kanzleramt von Friedrich Merz, der offenließ, ob unbedingt eine Frau das Amt übernehmen müsse, pocht Söder auf eine weibliche Kandidatur. „Was wäre das für ein Signal, wenn nach Steinmeier wieder ein Mann gewählt würde?“, sagte er in einer Stellungnahme am Freitagmorgen.

Söder betonte, dass es höchste Zeit sei, eine Frau an die Spitze des deutschen Staates zu bringen. Er verwies auf langjährige Diskussionen über Geschlechtergerechtigkeit in der Politik und nannte konkret Ilse Aigner als geeignete Kandidatin. Die Präsidentin des Bayerischen Landtags genieße überparteilichen Respekt und verbinde Sachverstand mit politischer Erfahrung. „Sie steht für Stabilität, Werte und Verantwortung – genau das, was das Amt braucht“, so Söder.

Der CSU-Chef machte deutlich, dass er an seiner Unterstützung für Aigner festhalte, unabhängig von möglichen Gegenkandidaturen. Die Debatte über die Bundespräsidentenwahl werde in den kommenden Wochen an Fahrt gewinnen. Bayern könnte dabei eine entscheidende Rolle im Bundesrat und innerhalb der Unionsfraktion spielen. Söders klare Wortmeldung unterstreicht, dass die CSU ihre Stimme nicht nur in wirtschaftlichen, sondern auch in verfassungspolitischen Fragen gewichtiger einbringen will.

Quellen: ntv – Nachrichten