An der bayerisch-schweizerischen Grenze bei Lindau kam es am Mittwochnachmittag zu einer dramatischen Sicherheitslage: Die Bundespolizei sperrte den Grenzverkehr vorübergehend, nachdem bei der Kontrolle eines deutschen Fahrzeugs Hinweise auf einen möglichen Sprengstofffund auftraten. Laut ersten Angaben wurden zwei Personen vorläufig festgenommen. Die genauen Hintergründe und der Inhalt des Fahrzeugs werden derzeit von Spezialkräften untersucht.
Der Grenzübergang Lindau-Höchst wurde vollständig gesperrt, was zu kilometerlangen Staus auf deutscher und schweizerischer Seite führte. Autofahrer mussten mit Wartezeiten von mehreren Stunden rechnen. Die Polizei leitete eine Großfahndung ein und sicherte das Areal mit Spezialeinheiten ab. Ein Entschärfungskommando der Bundeswehr wurde in Bereitschaft versetzt.
Die bayerische Landesregierung zeigte sich alarmiert und betonte die enge Abstimmung mit den Schweizer Behörden. „Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger hat oberste Priorität“, erklärte ein Sprecher des Innenministeriums in München. Offizielle Stellen warnen vor Spekulationen, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind. Die Hintergründe der Festnahmen sowie die mögliche politische oder kriminelle Motivation sind bislang unklar.
Quellen: ntv – Nachrichten