Der CDU-Spitzenkandidat für das Amt des Berliner Regierenden Bürgermeisters, Stefan Evers, hat sich für einen massiven Ausbau der KI-gestützten Videoüberwachung in der Hauptstadt ausgesprochen. In einem aktuellen Vorstoß betonte Evers, dass die Kombination aus moderner Kamerasystemen und künstlicher Intelligenz entscheidend dazu beitragen könne, Kriminalität in öffentlichen Räumen schneller zu erkennen und zu verhindern.
Evers schwebt ein System vor, bei dem intelligente Algorithmen verdächtiges Verhalten wie Körperhaltung, Bewegungsmuster oder abrupte Handlungen in Echtzeit analysieren. Diese Technologie solle insbesondere in Kriminalitäts-Hotspots wie Bahnhöfen, U-Bahn-Stationen und belebten Plätzen zum Einsatz kommen. Die Polizei könnte so gezielter reagieren, bevor Straftaten wie Diebstähle oder tätliche Angriffe eskalieren.
Kritiker warnen jedoch vor möglichen Datenschutzverstößen und einer Überwachungsgesellschaft. Die rot-grün-rote Landesregierung äußerte bisher keine offizielle Stellung zu dem Vorschlag. Sollte die CDU nach der anstehenden Abgeordnetenhauswahl stärkste Kraft werden, könnte das Thema jedoch schnell auf der politischen Agenda landen. Expert:innen betonen, dass rechtliche Rahmenbedingungen und Transparenz zentral seien, um Akzeptanz in der Bevölkerung zu gewinnen.
Quellen: Der Tagesspiegel