Trauer und Solidarität: Hunderte gedenken der CSD-Opfer in Potsdam

Am Alten Markt in Potsdam haben am Sonntagabend Hunderte Menschen den Opfern des Anschlags auf den Berliner CSD gedacht. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Der Hass wird nicht gewinnen“, das auch Oberbürgermeisterin Noosha Aubel in ihrer Rede betonte. Die Landeshauptstadt zeigte sich solidarisch mit der queeren Community, die durch den Anschlag – bei dem eine Frau starb – schwer getroffen wurde.

Laut Polizeiangaben verlief die Gedenkveranstaltung bis auf einen Zwischenfall weitgehend friedlich. Ein Störer habe versucht, die Feierlichkeit zu unterbrechen, wurde jedoch schnell von Sicherheitskräften entfernt. Die Stimmung unter den Teilnehmenden war geprägt von Trauer, aber auch von Hoffnung und Entschlossenheit. Blumen, Kerzen und Regenbogenfahnen schmückten den Platz, während Redner aus Politik, Zivilgesellschaft und der LGBTQ+-Szene für mehr Akzeptanz und Schutz vor Hasskriminalität plädierten.

Die queere Szene Potsdams betonte, dass der Anschlag nicht nur Berlin, sondern ganz Brandenburg erschüttert habe. Viele forderten konkrete Maßnahmen gegen Rechtsextremismus und strukturelle Diskriminierung. Die Demonstration war Teil einer bundesweiten Welle der Solidarität, die auch am Brandenburger Tor in Berlin deutlich wurde, wo ebenfalls Hunderte Blumen und Gedenkzeichen niederlegten.

Quellen: Der Tagesspiegel (DE, 27.07.2026 17:48), Der Tagesspiegel (DE, 27.07.2026 17:31)