Unbekannte Drohnen über Bundeswehrstützpunkt in NRW registriert

Ein militärischer Standort der Bundeswehr in Nordrhein-Westfalen war am frühen Morgen Ziel wiederholter Überflüge durch unbekannte Flugkörper. Wie das Führungskommando der Streitkräfte in Potsdam bestätigte, wurden insgesamt sechs Vorfälle registriert, bei denen zwei Drohnen das Areal mehrfach passierten. Die genaue Identität der Betreiber sowie die Herkunft der Geräte bleiben bislang unklar.

Die Drohnen tauchten in einer Höhe auf, die über der regulären Zivilluftfahrt liegt, aber innerhalb militärisch sensibler Lufträume. Sicherheitskräfte reagierten unverzüglich, konnten die Objekte jedoch nicht abfangen oder orten. Es bestehe keine unmittelbare Gefahr, heißt es offiziell, doch werde der Vorfall intensiv untersucht. Spezialisten des Militärgeheimdienstes haben die Ermittlungen übernommen.

Ähnliche Vorfälle gab es in den vergangenen Monaten vereinzelt auch an anderen deutschen Militärstandorten, was zu erhöhter Wachsamkeit führte. Experten vermuten, dass es sich um systematische Aufklärungsversuche handeln könnte – möglicherweise im Rahmen von Spionageaktivitäten. Die Bundeswehr kündigte an, künftig mobile Drohnenabwehrsysteme an besonders sensiblen Standorten in NRW und anderen Regionen verstärkt zu testen. Die politische Debatte über Luftüberwachung und militärische Sicherheit gewinnt angesichts der Ereignisse erneut an Brisanz.

Quellen: Welt Online