Uniklinikum Gießen und Marburg kämpft mit Formalien bei 850-Millionen-Euro-Ausbau

Das Uniklinikum Gießen und Marburg soll bis 2033 umfassend modernisiert werden: Neubauten, neue medizinische Geräte und verbesserte Arbeitsbedingungen stehen im Mittelpunkt des mit dem Land Hessen geschlossenen Zukunftsvertrags. Insgesamt sind Investitionen in Höhe von 850 Millionen Euro vorgesehen. Doch trotz der finanziellen Zusage geht die Umsetzung nur schleppend voran – nicht zuletzt wegen aufwändiger Formalitäten und Behördenverfahren.

Wie aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hervorgeht, laufen die Planungen deutlich langsamer als notwendig. Kritik kommt insbesondere aus dem Klinikum selbst, das sich durch Baurechtsverfahren, Ausschreibungsprozesse und Genehmigungsverzögerungen ausgebremst sieht. Experten befürchten zudem, dass die veranschlagten 850 Millionen Euro am Ende nicht ausreichen werden, um die dringend benötigte Modernisierung vollständig umzusetzen.

Das Klinikum ist ein zentraler medizinischer Versorger in Mittelhessen und Hessen-Nord. Die Modernisierung betrifft sowohl die Infrastruktur als auch die digitale Ausstattung und soll die medizinische Qualität nachhaltig sichern. Dennoch warnt die Klinikleitung: Ohne eine Beschleunigung der Verwaltungsprozesse drohen nicht nur Verzögerungen, sondern auch Kostensteigerungen. Das Land Hessen steht daher unter Druck, die Rahmenbedingungen für Großprojekte im Gesundheitsbereich effizienter zu gestalten.

Quellen: FAZ Online