Urteil erwartet: Prozess um Messerattacke auf US-Bürger in Dresden geht zu Ende

Im Dresdner Landgericht steht heute die Urteilsverkündung im Prozess um eine schwere Messerattacke auf einen US-amerikanischen Staatsbürger bevor. Gegen zwei syrische Männer im Alter von 24 und 27 Jahren wird wegen versuchten Totschlags ermittelt. Der Vorfall hatte sich im Frühsommer in einem Wohngebiet im Dresdner Stadtteil Gorbitz ereignet, als der 32-jährige Amerikaner angegriffen wurde – unter anderem im Gesicht verletzt, sodass nach Angaben des Gerichts 30 Stiche zur Naht seiner Nase erforderlich waren.

Laut Anklage sei die Tat nicht spontan entstanden, sondern aus einer rassistisch motivierten Wut gegenüber ausländischen Bewohnern. Ein WELT-Reporter berichtete aus dem Prozess, dass einer der Angeklagten, ein gewisser Rudat, wiederholt Wut geäußert habe über die deutsche Einwanderungspolitik. Die Staatsanwaltschaft geht von geplanter Gewalt aus und fordert hohe Haftstrafen. Die Verteidigung argumentiert mit psychischen Problemen der Angeklagten.

Die Attacke hatte in Sachsen für breite Empörung gesorgt und Diskussionen über Sicherheit in Wohngebieten und die Integration von Asylbewerbern neu entfacht. Der US-Bürger, der zeitweise in Dresden arbeitete, kehrte nach der Behandlung in die USA zurück. Er hatte sich vor Gericht als Nebenkläger zur Tat geäußert, ohne persönlich anwesend zu sein. Das Urteil wird heute Vormittag erwartet und könnte als wegweisend für ähnliche Fälle gewertet werden.

Quellen: Welt Online