Die Lage an der deutsch-belgischen Grenze spitzt sich zu: Ein schwer kontrollierbarer Waldbrand im Naturschutzgebiet Hohes Venn hat sich weiter ausgebreitet und nähert sich zunehmend der nordrhein-westfälischen Stadt Monschau. Die örtliche Verwaltung hat am Morgen eine vorläufige Evakuierung mehrerer Ortsteile angeordnet, da die Rauchentwicklung bereits jetzt als gesundheitsgefährdend eingestuft wird.
Bürgermeisterin Karin Schmitt erklärte in einer dringenden Mitteilung, dass alle Bewohnerinnen und Bewohner der betroffenen Gebiete – insbesondere in den Höhenlagen nahe der Grenze – ihre Häuser bis 10 Uhr verlassen sollten. „Die Sicherheit unserer Bürger hat oberste Priorität“, so Schmitt. Feuerwehr und Katastrophenschutz sind im Einsatz, um Straßen freizuhalten und Notunterkünfte vorzubereiten. Auch das THW wurde alarmiert, um bei der Koordination der Evakuierung zu unterstützen.
Der Brand im belgischen Teil des Hochmoors brennt seit Tagen unkontrolliert weiter. Trotz internationaler Unterstützung durch belgische und deutsche Einsatzkräfte konnte die Feuerfront noch nicht gestoppt werden. Meteorologen warnen vor schwachem Wind aus Südosten, der den Rauch direkt in die Region Monschau treiben könnte. Zudem bleibt die Trockenheit ein kritischer Faktor – Böden und Vegetation sind extrem ausgetrocknet.
Die Feuerwehrleitstelle in Aachen bestätigte, dass die Lage weiter beobachtet werde, aber aktuell keine direkte Brandgefahr für deutsche Wälder bestehe. Dennoch bleibe die Warnstufe hoch. Die Bevölkerung wird gebeten, Fenster geschlossen zu halten, Lüftungsanlagen abzuschalten und bei Atembeschwerden ärztlichen Rat einzuholen.
Quellen: ARD Tagesschau – Inland, ZDF Heute – Nachrichten, Spiegel Online – Schlagzeilen, Welt Online